Der Musikfonds schreibt eine neue Stelle aus

Der Musikfonds sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt (idealerweise zum 10.08.2020) einen Sachbearbeiter oder eine Sachbearbeiterin in Vollzeit.
Hier geht es zur Stellenausschreibung

Zur Corona-Krise und ihren Folgen für Zuwendungsempfänger*innen von Förderungen durch den Musikfonds e.V.:

Auf der Webseite des Deutschen Kulturrats finden Sie umfangreiche Informationen zu den bestehenden Hilfsprogrammen von Bund und Ländern. Wir stehen für Fragen auch gerne telefonisch zur Verfügung.

Der Musikfonds bemüht sich um solidarisches Handeln mit allen Akteur*innen im freischaffenden Kunst- und Kulturbereich. Es gibt bislang leider keine einheitlichen Vorgaben bezüglich der Projektabwicklung für betroffene Projekte. Um unbillige Härten zu vermeiden versucht der Musikfonds zu bewirken, dass bei krisenbedingtem vorzeitigem Abbruch von geförderten Kulturprojekten auf Rückforderungen verzichtet werden kann. Dies ist bislang nicht grundsätzlich möglich.Wir setzen uns für eine sozial verträgliche Lösung und der Abrechnungsfähigkeit von Ausfallhonoraren ein.

Verschiebungen von Veranstaltungen sowie Verlängerungen der Bewilligungszeiträume geförderter Projekte sind in der Regel möglich. Alle Änderungen können nur nach individueller Prüfung der Sachlage und in enger Abstimmung zwischen den Projektverantwortlichen und dem Musikfonds erfolgen.

Bitte beachten Sie, dass laut Zuwendungsrecht Fördermittel, die nicht innerhalb von 6 Wochen ausgegeben wurden, grundsätzlich zurückzuerstatten sind. Bei Absage eines geförderten Projekts sind die bereits zur Verfügung gestellten und noch nicht ausgegebenen Mittel umgehend zurückzuführen.

2. Förderrunde 2020

Zur Antragsfrist am 31. Mai 2020 wurden 149 Anträge mit einem Gesamtantragsvolumen in Höhe von rund 2,8 Mio Euro beim Musikfonds eingereicht. Die Entscheidung des Kuratoriums über die geförderten Anträge wird voraussichtlich Ende Juli bekanntgegeben.

Hinweise zur Antragstellung finden Sie im Bereich ‚Förderung‘. Die Mitarbeiter*innen der Geschäftsstelle stehen für Fragen gerne zur Verfügung und bieten telefonische Beratung jeweils Dienstag bis Donnerstag zwischen 11 und 15 Uhr an. Die nächste Antragsfrist endet am 30. September 2020.

Ergebnisse der 1. Förderrunde 2020

Bedingt durch die Kontaktsperre in der aktuellen Krisensituation hat das Kuratorium des Musikfonds zwischen dem 29. und 31. März 2020 erstmals in Videokonferenzen über die eingereichten Anträge beraten. Das Gesamtantragsvolumen der 209 Anträge in dieser ersten Förderrunde im Jahr 2020 lag bei knapp 3,7 Millionen Euro. Unter nicht nur technisch herausfordernden Bedingungen haben die Kuratorinnen und Kuratoren 36 Anträge mit einer Gesamtfördersumme von rund 500.000 Euro zur Förderung ausgewählt. Dahinter verbergen sich viele schwierige Entscheidungen für das Kuratorium, zahlreiche spannende und wegweisende Projekte konnten aufgrund der begrenzten Mittel nicht gefördert werden.

Dazu der Vorsitzende des Kuratoriums, Ralf Weigand: „Bekanntermaßen befinden wir uns derzeit in einer absoluten Ausnahmesituation für alle Musikschaffenden und Kulturprojekt-Gestalter*innen. Das machte es dem Kuratorium nicht leichter, bei weiterhin knappem Budget nur ca. 15% der beantragten Mittel vergeben zu können. Wir wollten aber gerade in diesen Zeiten ein wichtiges Zeichen setzen, dass Fördermittel weiterhin fließen können, wenn die Projekte im Rahmen des geltenden Zuwendungsrechts entsprechend angepasst an die veränderten Bedingungen realisiert werden. Hier ist die Kreativität und Flexibilität der Antragsteller gefragt, was Umplanung und Anpassung des künstlerischen Projektrahmens betrifft, solange Idee und Qualität weiterhin dem ursprünglich vorgelegten Vorhaben und damit dem Förderzweck entsprechen.

Wir hoffen dabei, dass der Musikfonds in enger Zusammenarbeit mit der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) während der Krise eine gewisse Flexibilität bei der fördertechnischen Begleitung der Projekte zeigen kann, und damit der Humus für einen kulturellen Neustart nach der Krise nicht gänzlich austrocknet.“

Die Liste der geförderten Projekte finden  Sie im Downloadbereich auf dieser Seite.

Die nächste Frist für Antragstellungen beim Musikfonds endet am 31. Mai 2020. Beantragt werden können innovative Projekte der aktuellen, experimentellen Musik aller Sparten. Gefördert werden Projekte mit einem Förderbedarf von 2.000 Euro bis zu maximal 50.000 Euro. Der Projektbeginn der beantragten Projekte darf dabei nicht vor dem 1. August 2020 liegen.

Ergebnisse der 3. Förderrunde 2019

Dritte Förderrunde 2019: Viele Anträge – wenig Mittel für aktuelle Musik!

Von 10. bis 12. November 2019 hat das Kuratorium des Musikfonds wieder in Berlin getagt, um über 207 eingereichte Anträge zu beraten. Das Gesamtantragsvolumen dieser dritten Förderrunde 2019 lag bei gut 3,8 Millionen Euro. Schwere Entscheidungen für das Kuratorium des Musikfonds, das mit den begrenzten Fördermitteln lediglich 38 Projekte fördern konnte, mit einem Gesamtfördervolumen in Höhe von knapp 590.000 Euro.

Besonders in den kreativen Zentren der Metropolregionen konnten viele wegweisende Projekte nicht unterstützt werden. Dafür lag einer der Schwerpunkte erneut in der Förderung von Musikprojekten im ländlichen Raum: Das Festival (((potentiale))) in der Künstlerstadt Kalbe (Milde) wird in seiner nunmehr 3. Edition im Juni 2020 einmal mehr avantgardistische Akzente im weiten Feld der improvisierten Musik setzen. Die Konzertreihe ZuHören in Winsen, zum 3. Male vom Musikfonds gefördert und vom Ensemble L’ART POUR L’ART zwischen März und November 2020 veranstaltet, geht innovative Wege in der Vermittlung zeitgenössischer klassischer Musik. Concepts of Doing, ein genre-übergreifendes Festival zwischen improvisierter und komponierter Musik, findet zum ersten Mal im Sommer 2020 im baden-württembergischen Herrischried statt. Die jazzwerkstatt Brandenburg präsentiert ab März 2020 in einer Konzertreihe im Cottbusser Gladhouse Größen der internationalen Jazzszene wie Mary Halvorson, Rudi Mahall und Ingrid Laubrock.

„Es ist schon eine ziemliche Strapaze für das dem Neuen, dem Experiment und der Innovation zugewandte Kuratorium, fast neun von zehn Anträgen negativ bescheiden zu müssen“, so der Kuratoriumsvorsitzende Ralf Weigand. „Wir begegnen so vielen großartigen Musikprojekten aus allen Genres, von Neuer Musik über Musiktheater, von experimentellem Jazz, Rock und Pop bis zu Neoklassik, von Klangkunst über Elektroakustische Musik bis zu interdisziplinären Kunstformen – und nur so wenigen können wir zur verdienten Realisation verhelfen.“ Dies sei ein „unhaltbarer Zustand“, man bitte die Politik weiterhin ausdrücklich und mit großer Sorge um eine angemessene Erhöhung der Fördermittel. Aus dieser Saat in freier Szene und Subkultur erwachse schließlich „die für unser traditionsreiches Musikland nötige Relevanz für aktuelle Musik auch im zukünftigen, internationalen Kontext.“

Die vollständige Liste aller in der 3. Förderrunde 2019 geförderten Projekte finden Sie unter Downloads weiter unten.

 

Ergebnisse der 2. Förderrunde 2019

Das Kuratorium des Musikfonds hat vom 7. bis zum 9. Juli erneut in Berlin getagt, um über 175 eingereichte Anträge zu beraten. Das Gesamtantragsvolumen in der zweiten Förderrunde 2019 lag bei gut 2,8 Millionen Euro. Das Kuratorium hat 36 Projekte mit einem Gesamtfördervolumen in Höhe von rund 500.000 Euro zur Förderung ausgewählt. Die nächste Antragsfrist endet am 30. September 2019.

„Das Herz eines Kuratoriumsmitglieds schlägt höher angesichts der großartigen Projektanträge mit teilweise herausragenden künstlerischen Konzepten; leider blutet dann auch dieses Herz, wenn angesichts der viel zu knappen Fördermittel so drastisch aussortiert und teilweise auch gekürzt werden muss!“,
konstatiert der Vorsitzende des Kuratoriums des Musikfonds Dr. Ralf Weigand.
Wir bitten die Verantwortlichen aus Politik und Verwaltung sehr eindrücklich, die finanzielle Ausstattung des Musikfonds einer wohlwollenden Prüfung zu unterziehen in Hinblick auf eine signifikante Mittelerhöhung. Damit würde der Musikfonds seiner Aufgabe als einem der wichtigsten Förderinstrumente für die überaus vielfältige freie Musikkultur in Deutschland deutlich besser gerecht werden.“

ERGEBNISSE DER 1. FÖRDERRUNDE 2019

Das Kuratorium des Musikfonds hat vom 24. bis zum 26. März erneut in Berlin getagt, um über 260 eingereichte Anträge zu beraten. Das Gesamtantragsvolumen in der ersten Förderrunde 2019 lag bei knapp 4,6 Mio Euro. Das Kuratorium hat 39 Projekte mit einem Gesamtfördervolumen in Höhe von gut 546.000 Euro zur Förderung ausgewählt.
Die Liste der geförderten Projekte steht unten auf dieser Seite zum Download bereit. Die nächste Antragsfrist endet am 31. Mai 2019.

Ergebnisse der 3. Förderrunde 2018

Vom 11. bis zum 13. November hat das vierzehnköpfige Kuratorium des Musikfonds erneut getagt, um über die eingereichten Förderanträge zu beraten. Zur Antragsfrist am 30. September waren 200 Projekte mit einem Gesamtvolumen von gut 3,4 Millionen Euro beim Musikfonds eingegangen. Davon wurden 61 Projekte mit einem Gesamtvolumen in Höhe von rund 773.000 Euro zur Förderung ausgewählt.

Als neue Kuratoriumsmitglieder sind Dr. Charlotte Seither, Martina Seeber und Lisa Benjes dazu gekommen, für Caroline Naujocks, Urs Johnen und Stefan Fricke, die aus der Jury ausgeschieden sind.

Die Liste der geförderten Projekte steht unten auf dieser Seite zum Download bereit. Die nächste Antragsfrist endet am 31. Januar 2019.

Erhöhung des Etats des Musikfonds von jährlich 1,1 auf 2 Millionen Euro!

11.07.2018

Am 27. Juni beschloss der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages eine Erhöhung der Etats der 6 Kulturförderfonds des Bundes um insgesamt 5,15 Millionen Euro. Diese wurde nunmehr mit der Verabschiedung des Bundeshaushalts 2018 durch den Bundestag bestätigt.
Erfreulicherweise profitiert auch der erst 2016 auf Einladung von Kulturstaatsministerin Prof. Monika Grütters von 7 Mitgliedsverbänden gegründete Musikfonds e.V. maßgeblich von dieser Erhöhung und erhält von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien eine Förderung in Höhe von 2 Millionen Euro – dies bedeutet nahezu eine Verdopplung der bisher bewilligten Förderung in der Höhe von 1,1 Millionen pro Jahr. (BKM Pressemitteilung)
Prof. Martin Maria Krüger, Vorsitzender des Musikfonds e.V., sagte dazu: „Der Musikfonds und die ihn tragenden Verbände und Institutionen danken dem Bundestag und Staatsministerin Monika Grütters für die erhebliche Erhöhung und die damit verbundene Ausweitung der Fördermöglichkeiten. Die ersten Förderrunden haben eindrucksvoll bewiesen, wie hoch der Bedarf angesichts der Vielzahl kreativer Projekte bundesweit ist, aber auch, welch dringend benötigtes, segensreiches und flexibles Instrument zur Förderung zeitgenössischer Musik aller Sparten mit dem Musikfonds geschaffen wurde. Dessen Wirksamkeit wird nun nochmals erheblich wachsen.“

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