Der Musikfonds ist als gemeinnütziger Verein konstituiert. Die Organe des Vereins sind die Mitgliederversammlung, der Vorstand und das Kuratorium

Die Mitgliederversammlung besteht aus Vertreter:innen der sieben Mitgliedsverbände des Musikfonds. Mindestens einmal jährlich findet eine Mitgliederversammlung statt, dort werden Richtungsfragen zu allen wichtigen Aufgaben des Musikfonds diskutiert und verabschiedet. Die Mitgliederversammlung fasst z.B. Beschlüsse zu den Grundsätzen der Vereins- und Fördertätigkeiten, sie beschließt die Aufnahme neuer Mitglieder, sie wählt den ehrenamtlich tätigen Vorstand des Vereins, das Kuratorium und gegebenenfalls auch Sonderjurys.

Kuratorium

Das Kuratorium wird alle drei Jahre von der Mitgliederversammlung gewählt. Die Kandidat:innen für die Kuratoriumswahlen werden von den Mitgliedsverbänden vorgeschlagen. 

Mitglieder des Kuratoriums können höchstens einmal wiedergewählt werden. 

Das Kuratorium entscheidet über die Anträge auf Projektförderungen des Musikfonds in zwei Förderrunden pro Jahr. Die Sitzungen des Kuratoriums sind nicht öffentlich, Förderentscheidungen werden nicht begründet. 

Das Kuratorium besteht aus zwei Gruppen mit jeweils 10 Mitgliedern. Die beiden Gruppen wechseln sich ab, so dass jede:r Kurator:in jede zweite Förderrunde mitentscheidet. Der/die Vorsitzende und der/die stellvertretende Vorsitzende des Kuratoriums leiten die Sitzungen des Kuratoriums.

Vorsitzende des Kuratoriums

Studium in München und Stipendienaufenthalten in Bamberg und Paris.
Seit 2014 ist er Dirigent von Ju[mb]le, Jugendensemble für Neue Musik, Bayern. Neben seiner künstlerischen Tätigkeit ist er seit Studienzeiten regelmäßig als Kurator verschiedener Projekte der aktuellen Musik tätig — so war er von 2010-2017 künstlerischer Co-Leiter des aDevantgarde-Festival und betreut seit 2016 die Publikationsreihe „Neue Töne“.

Hanna Fink ist Musikwissenschaftlerin, Musiktheoretikerin und Kulturmanagerin mit Schwerpunkt zeitgenössische Musik. Sie lehrt Musiktheorie an der Folkwang Universität der Künste in Essen und engagiert sich in Projekten zur Kompositionspädagogik und Musikvermittlung. Sie organisiert Konzerte und Workshops neuer Musik in Köln und im Ruhrgebiet und ist seit 2017 Ensemblemanagerin für das Kammermusikensemble hand werk (Köln). Aktuell ist sie Vorsitzende der Gesellschaft für Neue Musik Ruhr e.V. und des Kulturbeirats der Stadt Essen. Sie verfasst Fachbeiträge, schreibt für Zeitschriften neuer Musik und verantwortet den Wiederaufbau von MusikTexte.

Gruppe 1

Sophie Emilie Beha arbeitet in verschiedenen Kontexten, darunter Musik, Text, Sprache, Kuration, Improvisation und Dramaturgie. Sie ist Autorin und Moderatorin für verschiedene öffentlich - rechtliche Rundfunkanstalten und schreibt regelmäßig für Zeitungen und verschiedene Fachzeitschriften. Sowohl auf der Bühne als auch vor der Kamera moderiert sie Podcasts, Podiumsdiskussionen, Festivals und Konzerteinführungen. In Köln kuratiert Beha Konzerte und Festivals. Im Jahr 2021 wurde sie für den Preis für deutschen Jazzjournalismus nominiert, und seit 2022 wird ihre kuratorische Tätigkeit von NICA artist development gefördert. Seit 2023 ist sie in der Jury des Deutschen Jazzpreis.

Er hat über 270 Stücke ur- und erstaufgeführt, von denen die meisten ihm gewidmet sind. Sein Repertoire besteht fast ausschließlich aus neuesten Stücken, die oft einen großen Körpereinsatz erfordern, Elektronik einsetzen oder die kein:e andere:r spielen will. Er ist promoviert, Mitglied von stock11 sowie Lange//Berweck//Lorenz und lebt in Berlin.

Julia Kadel ist mehrfach ausgezeichnete Jazzpianistin und Komponistin mit internationalem Renommee. Sie veröffentlichte vier Alben bei führenden Labels wie Blue Note und MPS, spielte auf renommierten Bühnen weltweit und überzeugt durch künstlerische Tiefe, stilistische Eigenständigkeit und interdisziplinäres Engagement – etwa in preisgekrönten Kultur- und Community-Projekten.

Polina Lapkovskaja ist Musikerin, Komponistin, Performerin und Produzentin mit klassischer Ausbildung und internationaler Bühnenerfahrung. Nach Studien in Jazz und Komposition gründete sie die Band Pollyester und etablierte sich als gefragte Theaterkomponistin. Ihre Arbeiten wurden u.a. an den Münchner Kammerspielen, der Ruhrtriennale und am Maxim Gorki Theater gezeigt. Sie kooperiert mit namhaften Regisseur*innen und verbindet Musik mit gesellschaftspolitischen Themen. Lapkovskaja initiiert genreübergreifende Projekte, entwickelt neue Musiktechnologien und wurde mit dem Förderpreis Musik der Stadt München ausgezeichnet. Seit 2023 ist sie auch als Produzentin aktiv, u.a. für Manuela, Django Django und Joe Mount (Metronomy).

Ariel William Orah ist ein indonesischer Künstler in Berlin, spezialisiert auf sozial engagierte Kunst und Diaspora. Seit 12 Jahren in Deutschland, verbindet er Wirtschaft, Nachhaltigkeit und Empathie in seiner Praxis.Er erforscht soziale und klimatische Ungerechtigkeiten sowie Identität und Erinnerung. Seine Hauptmedien sind Klang- und Performancekunst, mit Arbeiten u.a. im Hamburger Bahnhof und beim CTM Festival Berlin. Er gründete 2017 Soy Division und ist Mitbegründer des Mutating Kinship Lab und L-KW. Neben seiner Kunst widmet er sich kuratorischen und künstlerischen Forschungsprojekten, besonders darstellenden in Künsten und Klang.

Seine Werke elektroakustischer Musik werden auf renommierten internationalen Festivals für zeitgenössische Musik aufgeführt - u.a. deutscher Beitrag zu den Weltmusiktagen für Neue Musik (2011, 2017, 2019). Sie wurden mit nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet. 2023 wurde Clemens von Reusner für den Deutschen Musikautor:innen Preis der GEMA nominiert, 2024 erhielt er für sein Schaffen den Thomas-Seelig-Fixed-Media-Preis der DEGEM. Er ist aktiv als Kurator, Jurymitglied (reviewer) bei internationalen Festivals und Kompositionswettbewerben für elektroakustische Musik.

Studierte Gitarre und Komposition an der Musikhochschule in München.
Mit der Monika Roscher Bigband: Echo Jazz, Förderpreis d. Landeshauptstadt München, Bayerischer Kunstförderpreis, Theatertreffen Berlin: Woyzeck und Das Große Heft (Komposition).

Seit 2004 lebt er in Berlin, wo er 2008 die unabhängige Kulturplattform Digital in Berlin gründete. Er kuratiert internationale Musikprojekte, darunter das MADEIRADiG Festival (seit 2008) und die Konzertreihe Kiezsalon (seit 2015), die von 2020 bis 2027 durch die Berliner Senatsverwaltung gefördert wird. Rosen war Jurymitglied des Hauptstadtkulturfonds (2017–2020) und ist als DJ tätig. Er arbeitete u. a. für Festivals in Norwegen, Portugal, Ungarn und Deutschland. Sein kuratorisches Interesse gilt genreübergreifenden, interdisziplinären Musikformaten und neuen Präsentationsformen.

Sarvenaz Safari studierte Komposition und Musiktheorie in Graz sowie bei Manfred Stahnke in Hamburg, mit dem sie 2015 das Buch 1001 Mikrotöne veröffentlichte. Ihre Promotion (Dr. phil.) schloss sie 2018 über Mensch-Maschine-Verhältnisse im Musiktheater von Bernhard Lang ab. Neben ihrer kompositorischen Arbeit unterrichtet sie seit 2013 Musiktheorie und Musikwissenschaft, aktuell an der HfMT Leipzig und seit 2023 an der Universität der Künste Berlin. Ihre Musik zeichnet sich durch differenzierte Klangfarben, ungewöhnliche Besetzungen und programmatische Themen aus. Sie lebt und arbeitet in Berlin.

Gruppe 2

Komponistin für Orchester, Ensemble, Instrumentalmusik, Musiktheater und elektronische Musik. Studium in Saarbrücken, Karlsruhe und Freiburg. Seit 2024 Promotion am Collège Doctoral Européen d'Interprétation et de Création Musicales GLAREAN. Arbeitsaufenthalte in Edenkoben, Bamberg und Rom. Vorstandsmitglied des Deutschen Komponist:innenverbands. Dozentin an der Musikhochschule in Trossingen.

Bewegt sich in wechselnden Genres der Popkultur, seine Arbeiten sind mit Gold- und Platin Awards ausgezeichnet. Als beratender A&R bei Universal Music/Vertigo tätig. Engagiert sich bei #verso (Vereinigung Songwriter) u.a. als Mit-Initiator der internationalen und Genre übergreifenden „Swop Camps“.

Echo Ho, eine in Peking geborene transmediale Künstlerin mit Sitz in Köln, verwebt improvisierte Musik mit Echtzeitkomposition. Sie kombiniert verschiedene Medienformen und integriert ungewöhnliche poetische und narrative Elemente, während sie tief aus der Philosophie des chinesischen Instruments, der Qin, schöpft. Mit ihrem langjährigen Projekt SlowQin fordert sie traditionelle musikalische Grenzen heraus und verwebt vielfältige kulturelle, künstlerische, technische und philosophische Konzepte ineinander. Ihre Werke wurden an Orten wie dem He Xiangning Kunstmuseum und dem ZKM ausgestellt. Derzeit ist sie Doktorandin am Tangible Music Lab in Linz, Österreich. 

Felix Kubin ist Komponist, Hörspielmacher und Medienkünstler. Schon mit 12 begann er Tonexperimente auf einem 4-Spur-Gerät. Heute reicht sein Schaffen von futuristischem Pop über Hörspiele bis zu Orchesterkompositionen und Lecture Performances. Er betreibt das Label Gagarin Records und ist Mitgründer des Festivals "Papiripar" für Pop | Kunst | Rotation.
Seit 1993 veröffentlicht er Alben auf internationalen Labels und tritt weltweit auf, u.a. bei MoMA PS1, Sonar, CTM und Ars Electronica. Kubin interessiert sich für Kontextverschiebungen zwischen Hoch- und Subkultur. Er komponierte für u.a. NDR das neue werk und entwickelte neue Formate für experimentelles Radio.

Contemporary Jazz, Improvisierte Musik, Zeitgenössische Musik
2013-2019 Kuratorin der Serious Series in Berlin – Reihe für Jazz und Improvisierte Musik
2016-2019 im Vorstand der IG Jazz Berlin, seit 2020 Geschäftsführerin

Derzeit Referent u.a. für Jazz und internationale Kulturbeziehungen im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg. Bis 2023 Kulturamtsleiter der Großen Kreisstadt Leonberg, zuvor Sachgebietsleiter Kulturelle Bildung und Teilhabe im Kulturamt von Esslingen am Neckar. Bis 2018 Referent für Kunst & Kultur der BASF SE in Ludwigshafen. Zwischen 2012 und 2016 Geschäftsführer der Deutschen Jazzunion. 

Studium Schlagzeug Jazz, Rock, Pop an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover sowie Communication and Cultural Management an der Zeppelin Universität Friedrichshafen.

Leonie Reineke ist Redakteurin für Neue Musik beim Südwestrundfunk und freie Autorin für die Kulturprogramme von ARD und Deutschlandradio. Sie ist Mitglied im Projektbeirat Neue Musik des Deutschen Musikrats und bietet regelmäßig Lehrveranstaltungen zu Rundfunkarbeit an Musikinstitutionen, Universitäten und Kunsthochschulen an. In den Jahren 2015, 2016 und 2020 plante und leitete sie das Festival »nano« für zeitgenössische Musik in Essen. Sie war in verschiedenen Jurys tätig, u.a. beim Fonds Experimentelles Musiktheater, den Internationalen Ferienkursen für Neue Musik Darmstadt und der Kulturverwaltung Berlin. 2017 wurde sie mit dem Folkwang-Preis in der Sparte Musikwissenschaft ausgezeichnet, 2018 erhielt sie den Reinhard-Schulz-Preis für zeitgenössische Musikpublizistik.

Philipp Rumsch ist ein Composer-Performer und Produzent, der innovativ Genre- und Disziplingrenzen auflöst. Er verbindet experimentellen Pop, zeitgenössische Klassik undimprovisierte Musik mit Technologien wie spatial audio, künstlicher Intelligenz und eigens designten virtuellen Instrumenten.
Philipp ist bekannt für seine Soloprojekte, sein Philipp Rumsch Ensemble und das Avant-Pop-Projekt Wylid node. Er komponiert für Ensembles, Theater und Tanz und produziert, mischt und mastert Audio- sowie interdisziplinäre Produktionen.
Philipp studierte Jazzpiano und Musikperformance in Leipzig und Kopenhagen. Er arbeitete für Valgeir Sigurðsson, unterrichtete Gehörbildung an der HMT Leipzig und hat seit 2024 einen Lehrauftrag für Musikproduktion an der HMTM Hannover.

Ist als Akkordeonistin weltweit mit zeitgenössischer, improvisierter und elektroakustischer Musik unterwegs und interessiert sich besonders für interkulturelle und interdisziplinäre Projekte. Sie lebt in Montabaur im Westerwald und organisiert gern unkonventionelle Kulturformate im ländlichen Raum. Seit November 2024 ist sie Projektkoordinatorin beim Podium Gegenwart des Deutschen Musikrats.

Jury der Sonderprogramme

Jury STIP-5

Das STIP-5 Stipendienprogramm fördert etablierte Komponist:innen und Musiker:innen in Deutschland, die KI-basierte Musikproduktion erkunden. Es unterstützt die Schaffung neuer Klangwelten und die Entwicklung innovativer Strategien. Das Stipendium läuft über zwölf Monate und kann eine Residenzphase umfassen. 

Miriam Akkermann ist Musikwissenschaftlerin und Klangkünstlerin und hat derzeit die Ernst von Siemens Musikstiftungsprofessur an der Freien Universität Berlin inne. Sie forscht zu Musiktechnologie, digitaler Musikwissenschaft und Computermusik. Ihre Arbeit verbindet wissenschaftliche Analyse mit künstlerischer Praxis. Aktuell untersucht sie im Projekt „Lullabyte“ den Einfluss von Musik auf Schlaf. Ihre Arbeiten wurden weltweit auf Festivals und in Ausstellungen präsentiert.

Moritz Simon Geist, Musikproduzent aus Dresden, kreiert seit 2012 elektronische Musik mit Robotern. Sein mechanischer Schlagzeugroboter „MR-808“ markierte den Beginn seiner internationalen Karriere. Geist trat bei Festivals wie der Biennale Venedig und SXSW auf und wurde mehrfach ausgezeichnet, darunter mit dem Deutschen Popmusikpreis 2022.

Nicola L. Hein ist Klangkünstler, Gitarrist, Komponist und Professor für Sound Arts & Creative Music Technology in Lübeck. Er arbeitet an der Schnittstelle von Musik, Technologie und Ästhetik – mit KI, Augmented Reality, Klanginstallationen und ambisonischer Projektion. Auftritte in über 30 Ländern und über 30 Tonträgerveröffentlichungen dokumentieren seine Arbeit.

Die deutsch-österreichische Komponistin Brigitta Muntendorf erforscht in ihren Werken gesellschaftspolitische und techno-soziale Konzepte durch Radical Listening, Environmental Storytelling und Social Composing. Ihre Arbeit umfasst Instrumentalmusik, AR-Installationen und transdigitales Theater, oft in Kooperation mit Partnern wie d&b audio und Ars Electronica.

Ali Nikrang ist ein multidisziplinärer Künstler und KI-Forscher, der an der Schnittstelle von Musik und künstlicher Intelligenz arbeitet. Er lehrt als Professor an der Hochschule für Musik und Theater München und forscht am Ars Electronica Futurelab. Als klassischer Musiker und KI-Entwickler verbindet er KI und Musik, u.a. durch das Kompositionstool Ricercar.

Yağmur Uçkunkaya arbeitet im Bereich KI-Technologie, spezialisiert auf die Verbindung von KI, Kunst und Musik. Sie studierte Medieninformatik an der TU und FU Berlin, mit Fokus auf kreative KI-Anwendungen. Während ihrer Zeit bei der KI-Agentur Birds on Mars entwickelte sie mit Mouse on Mars ein KI-Gesangstool, das nicht existierende Sprachen erzeugt. Aktuell studiert sie Design and Computation und arbeitet an Projekten, die emotionale Manipulation durch Technologie untersuchen. Ihre Arbeit wurde u.a. beim Ars Electronica Festival präsentiert.

Mitgliedsverbände

Sieben bundesweit im Bereich der aktuellen Musik tätigen Verbände bilden den Musikfonds e.V.: Die Deutsche Gesellschaft für Elektroakustische Musik, die Deutsche Jazzunion, der Deutsche Komponist:innenverband, der Deutsche Musikrat, der Deutsche Tonkünstlerverband, die Gesellschaft für Neue Musik und die Initiative Musik.

Die Deutsche Gesellschaft für Elektroakustische Musik (DEGEM) fördert elektroakustische Musik und Klangkunst in nationalem und internationa­lem Rahmen. Die Organisation von Fachtagungen, Kursen, Konzerten und Klanginstallationen, der internationale Austausch sowie die Herausgabe von Publikationen und Tonträgern gehören ebenso dazu wie das Engagement für angemessene Produktionsbedingungen elektroakustischer Musik, für geeignete Förderinstrumente und für die Vernetzung mit anderen Verbänden, Interessenvertretungen, Künstlern und Institutionen.

Seit 50 Jahren versteht sich die Deutsche Jazzunion (ehem. Union Deutscher Jazzmusiker e.V.) als Sprachrohr der Jazzmusiker:innen in Deutschland. In Zusammenarbeit mit internationalen, nationalen und regionalen Jazzverbänden sowie jazznahen und spartenübergreifenden Organisationen setzt sie sich für notwendige Verbesserungen der strukturellen und finanziellen Rahmenbedingungen für ausübende und lehrende Jazzmusiker:innen ein. 

Der Deutsche Komponist:innenverband (DKV) ist ein Zusammenschluss von Komponist:innen aller Genres und Stilrichtungen, die der solidarische Gedanke einer Interessenvertretung für alle musikalisch Kreativen eint und setzt sich auf vielfältige Weise für die Belange von in Deutschland lebenden und arbeitenden Komponist:innen aller Nationalitäten ein. Der DKV vertritt die Position der Urheber:innen international und national gegenüber Politik oder Öffentlichkeit, sowie bei der Gestaltung der Gesetzgebung zu ihrer sozialen Sicherheit.

Der Deutsche Musikrat (DMR) engagiert sich für die Interessen von 15 Millionen musizierenden Menschen in Deutschland und ist weltweit der größte nationale Dachverband der Musikkultur. Er repräsentiert rund 100 Organisationen und Dachverbände des professionellen Musiklebens und des Amateurmusizierens sowie die 16 Landesmusikräte. Der Verband setzt mit seiner musikpolitischen Arbeit als zivilgesellschaftlicher Akteur Impulse für ein lebendiges Musikleben und ist im steten Dialog mit der Bundespolitik.

Der Deutsche Tonkünstlerverband (DTKV) als ältester und größter Berufsverband für Musiker:innen (Gründung: 1844) ist mit rund 9.000 Einzelmitgliedern bundesweit organisiert und ist die Standesvertretung für alle Musikberufe – Komponist:innen, Interpret:innen, Musikpädagog:innen etc. Die Mitgliedschaft im Deutschen Tonkünstlerverband ist ein Markensiegel für Musikberufe.

Neben der Interessenvertretung gegenüber politischen, sozialen und wirtschaftlichen Institutionen und Verbänden setzt sich der DTKV vor allem für die Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Musik und den Musikunterricht in Deutschland ein. Er engagiert sich dafür, dass die Rechte v.a. der freiberuflich tätigen Musiker:innen gewahrt werden und dass Musiker:innen von ihrer Arbeit leben können. 

Die Gesellschaft für Neue Musik (GNM) wurde 1922 gegründet, im Jahr 1933 von den Nationalsozialisten verboten und 1948 neu gegründet. Der Zweck der Gesellschaft ist die Förderung neuer Musik unter Berücksichtigung ihrer individuellen und gesellschaftlichen Funktion, ihrer weiteren Entwicklung sowie der Vermittlung zwischen Theorie und Praxis. Derzeit gehören ihr etwa 300 natürliche und 50 kooperative Mitglieder an. Die GNM Vertritt Deutschland bei den iscm World New Music Days und beruft eine Jury für die Deutschen Einreichungen. 

Die Initiative Musik ist die zentrale Fördereinrichtung der Bundesregierung und der Musikbranche für die deutsche Musikwirtschaft. Wir stärken die Präsentation und Verbreitung von Musik aus Deutschland im In- und Ausland. Schwerpunkte unserer Programme, Projekte und Awards sind die Unterstützung von professionellen Newcomer:innen, Musiker:innen, Livemusikclubs und Musikunternehmen sowie der Ausbau bundesweit nachhaltiger Strukturen für Rock, Pop und Jazz. 

Vorstand

Der Vorstand des Musikfonds besteht aus drei Personen und wird für die Dauer von drei Jahren von der Mitgliederversammlung gewählt. Prof. Martin Maria Krüger ist der Vorsitzende des Vorstands, Camille Buscot und Caroline Scholz sind seine Stellvertreterinnen.

Gitarren- und Schlagzeugstudium an der Hochschule für Musik Würzburg, 1982 Direktor des Würzburger Hermann-Zilcher-Konservatoriums, seit 2003 Präsident des Deutschen Musikrates, seit 2009 Honorarprofessor an der Hochschule für Musik und Theater München

Camille Buscot ist Kulturwissenschaftlerin und vertritt seit 2016 in verschiedenen Verbänden und Rollen die bundesdeutsche Jazzmusik. Seit 2022 war Sie als Geschäftsführerin der IG Jazz Berlin tätig, seit Mai 2024 übt Sie dieses Amt für die Deutsche Jazzunion e.V. aus. Sie ist Beisitzerin im Landesmusikrat Berlin. 

Seit Juni 2023 ist Caroline Scholz Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bei der Ernst von Siemens Musikstiftung. Zuvor war sie in verschiedenen leitenden Positionen im Kulturmanagement tätig, unter anderem beim ensemble mosaik und Karsten Witt Musik Management, sowie in der Projektkoordination für den Verband der Musik- und Kunstschulen Brandenburg und die Universität Zürich.

Geschäftsstelle

Die Geschäftsstelle des Musikfonds befindet sich in Berlin-Wedding und wird von Dahlia Borsche als Geschäftsführerin geleitet, Büroleitung und Projektkoordination übernimmt Petra Taube. 

Das Team besteht aus fünf Mitarbeiter:innen und einer studentischen Mitarbeiterin. 

Die Geschäftsstelle ist für das gesamte operative Geschäft des Musikfonds verantwortlich. Zu den Aufgaben gehören die Beratung von Antragsteller:innen, die Entgegennahme von Anträgen, die Abwicklung von geförderten Projekten inklusive der Prüfung der Nachweise der Mittelverwendung sowie die persönliche Betreuung von Projektträger:innen. 

Weitere wesentliche Aufgaben sind z.B. Vorbereitung von Mitgliederversammlungen und Kuratoriumssitzungen, die Verwaltung der Bundesmittel, d.h. Antragstellung, Kommunikation und Abwicklung der Zuwendungen gegenüber den Zuwendungsgebern, dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie dem Bundesverwaltungsamt. 

Die Geschäftsstelle vermittelt zwischen den Anforderungen der Verwaltung und den Bedürfnissen der Musiker:innen, Komponist:innen und Klangkünstler:innen.

Der Musikfonds engagiert sich für die Belange der freien Szene der aktuellen Musik in kulturpolitischen Zusammenhängen.